EMIL, RITA, FELIX und EMMA?
Hinter EMIL® (Electronic Medical Information Ledger) steht weit mehr als eine klassische Softwarelösung. EMIL ist eine leistungsstarke Plattformtechnologie, die als hochspezialisiertes Fundament für moderne, indikationsspezifisch fein ausgeprägte Dokumentationssysteme dient. Diese Systeme lassen sich durch eine Vielzahl von Zusatzmodulen bedarfsgerecht funktional erweitern.
Auf Basis unserer EMIL® Plattform haben wir beispielsweise das System RheDAT für den Berufsverband der Rheumatologen entwickelt.
Statt auf Hochglanzpräsentationen setzen wir auf Transparenz: Überzeugen Sie sich selbst von der Leistungsfähigkeit unserer Software. Zu allen Systemen und Modulen gibt es kostenlose udn unverbindliche Testmöglichkeiten. Natürlich können Sie unsere Module auch innerhalb von t.B. RheDAT kostenfrei testen.
Architektur – wörtlich genommen
Anhand eines wirklich anschaulichen Bilds statt unübersichtlicher Diagramm-Wüsten möchten wir das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten und Systeme verdeutlichen und einen Eindruck von der hohen Skalierbarkeit der Gesamtarchitektur vermitteln.

Das Fundament sämtlicher Systeme bildet die EMIL-Plattform. Sie entspricht im übertragenen Sinne dem Kellergeschoss eines Gebäudes und stellt die zentrale Infrastruktur bereit, die von allen darauf aufbauenden Systemen genutzt wird. Diese Basis ist indikationsagnostisch - ebenso wie es für ein Kellergeschoss in einem Mehrfamilienhaus unerheblich ist, welche Parteien darüber wohnen - und stellt allen Systemen gleichermaßen die benötigten Dienste zur Verfügung.
Darüber befinden sich die einzelnen „Wohneinheiten", die die jeweiligen indikationsspezifischen Systeme repräsentieren, welche im Kundenauftrag entwickelt werden. Jedes dieser Systeme verfügt über eigene, exakt auf die jeweilige Indikation abgestimmte Datenstrukturen sowie über individuell entwickelte, kundenspezifische Funktionalitäten. Vergleichbar mit individuell gestalteten Wohnungen können diese Systeme unabhängig voneinander entwickelt und betrieben werden, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. Lizenzgeber dieser Systeme ist - im Gegensatz zu den ITC-Modulen - jeweils der Auftraggeber selbst, der sein System zu eigenen Bedingungen anbietet. Eine Ausnahme bildet das System EMIL, das aus historischen Gründen denselben Namen wie die Plattform trägt und zugleich unser eigenes Dokumentationssystem für die Diabetologie sowie für seltene Erkrankungen darstellt.
Ergänzend steht das Modul FELIX (Fast Efficient Live Interface eXtension - vormals ITC-Connect) zur Verfügung. Es fungiert als „Anschlussraum" und ermöglicht insbesondere im klinischen Umfeld die flexible Anbindung an Drittsysteme wie Krankenhausinformationssysteme (KIS), Laborsysteme und weitere Befundquellen. Da diese Form der Konnektivität im niedergelassenen Bereich nicht erforderlich ist - für diesen Bereich stellt die Plattform bereits standardmäßig clientseitige Schnittstellen zu Praxis- und Laborsystemen bereit - wird FELIX als optionales Zusatzmodul angeboten.
Mit RITA (Remote Input Tele Agent) wird die Plattform um die Möglichkeit erweitert, Daten ortsunabhängig über Tablets durch Patienten oder Mitbehandler zu erfassen. RITA zeichnet sich durch eine Reihe besonderer Alleinstellungsmerkmale aus und ist auf nahezu jeder gängigen Tablet-Hardware ohne aufwendige Installation einsetzbar. In der bildlichen Darstellung entspricht RITA der „Postbotin", die Informationen von außen in den Briefkasten einbringt.
Das Modul EMMA (Extended Multi Modular Add-on - vormals Plus-Modul), im Bild als Dachterrasse dargestellt, bündelt eine Vielzahl leistungsfähiger Erweiterungen für den täglichen Einsatz. Dazu zählen unter anderem ein Abfragemodul mit nahezu natürlichsprachlicher Formulierung und Exportfunktionen inklusive quantitativer Auswertungen, ein Modul zur Verwaltung eigener Studien innerhalb der Anwendung, eine Bioprobenverwaltung mit Etikettendruck, die Möglichkeit zur Definition individueller Felder sowie zur Erstellung eigener Formulare, sowie eine leistungsfähige, vorlagenbasierte integrierte Arztbriefschreibung mit Freigabeworkflow sowie ein leistungsfähiger, extrem flexibler Ambulanzkalender.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Architektur ist die Möglichkeit der Kombination verschiedener Systeme. Dies ermöglicht es einer Fachgruppe, die fachspezifische Dokumentation multimorbider Patienten gemeinsam vorzunehmen. Durch generierbare, fachübergreifende Ansichten lassen sich Daten aus mehreren Disziplinen zusammenhängend anzeigen und bearbeiten, wobei die Übersichtlichkeit trotz der hohen Parameterdichte gewahrt bleibt.

Unser KBV-zertifiziertes eDMP-System EMILdmp haben wir nicht in die Abbildung aufgenommen. Es kann sowohl als eigenständiges Stand-alone-Modul betrieben als auch nahtlos in alle auf der EMIL-Plattform basierenden Systeme integriert werden. EMILdmp ist als „Set-and-forget"-Lösung konzipiert und erfordert im laufenden Betrieb nur minimalen Aufwand.
Die technischen Details
EMIL-Plattform
Das Alleinstellungsmerkmal der EMIL-Plattform ist die Symbiose aus hocheffektiver Datenerfassung und einer wissenschaftlich fundierten Datenstruktur. Technische Highlights und Funktionen:- Modulare Flexibilität: Die Architektur ermöglicht eine passgenaue Erweiterung durch spezialisierte Zusatzmodule, wodurch das System mit den wachsenden Anforderungen der Einrichtung mitwächst.
- Intelligente Datenvalidierung: Bereits bei der Eingabe sorgen Plausibilitätsprüfungen für eine hohe Datenqualität und reduzieren aktiv das Fehlerrisiko in der medizinischen Dokumentation.
- Zentrales Rechtemanagement: Ein feingranulares Berechtigungskonzept stellt sicher, dass sensible Patientendaten geschützt bleiben und jeder Anwender exakt die für seine Rolle relevanten Informationen sieht.
- Performanz & Skalierbarkeit: Exzellente Arbeitsgeschwindigkeit auch bei großen Datenmengen (über 50.000 Patientenakten) und in anspruchsvollen Netzwerkumgebungen.
- Nahtlose Integration: Zahlreiche Schnittstellen - auch zur Telematik-Infrastruktur - verhindern Doppeldokumentation und binden das System perfekt in bestehende Infrastruktur ein.
- Wirtschaftlicher IT-Betrieb: Ein hocheffizienter Aktualisierungsmechanismus ermöglicht Updates im laufenden Betrieb ohne störende Betriebsunterbrechungen oder kostspielige Wartungsfenster außerhalb der Arbeitszeit.
- Klinische Validität: Lückenloser Audit-Trail und Funktionen für den Einsatz im Umfeld klinischer Studien (z. B. eSRA-Konformität).
- Kontextsensitive Unterstützung: Ein direkt in das Programm integriertes, stets aktuelles Hilfesystem bietet Anwendern sofortige Unterstützung passend zum jeweiligen Arbeitsschritt.
- Effiziente Dublettenkontrolle: Ein integriertes System zur Dublettensuche und -zusammenführung stellt die Datenintegrität sicher und verhindert redundante Datensätze im System.
EMMA
EMMA steht für Extended Multi Modular Add-on und ist der neue Name für das Plus-Modul. EMMA erweitert die Systeme optional um eine Vielzahl Funktionalität für das Alltagsgeschäft und auch wissenschaftliche Nutzung. Im Folgenden die Highlights:
- Optimierte Texterstellung: Vorlagenbasierte Textverarbeitung, die speziell auf medizinische Anforderungen zugeschnitten ist, einen Freigabeworkflow beinhaltet und so deutlich über die Möglichkeiten klassischer Office-Pakete hinausgeht.
- KV-Digital zertifiziertes KIM-Management: Vollständig integrierte Zentrale für den zertifizierten Versand und Empfang von eArztbriefen, inklusive qualifizierter elektronischer Signatur (QES) via Heilberufsausweis (HBA).
- Intelligentes Ressourcen-Management: Ein hochflexibler Terminkalender, der speziell für die komplexen Anforderungen großer Ambulanzen optimiert wurde. Er erlaubt die parallele Verwaltung beliebig strukturierter Kalender sowie eine feingranulare Terminplanung über verschiedene Fachbereiche hinweg, Terminbestätigungen per SMS und EMail.
- Flexibilität durch Individualisierung: Eigene Datenstrukturen und sogar voll individuelle Formulare lassen sich über den integrierten Designer ohne externe Programmierung erstellen.
- Multimediale Befundung: Erfassen und Bearbeiten von Bildmaterial mittels integrierter Funktionalität ohne Notewendikeit externer Drittanbieterdoftware inkl. nahtloser Integration in die Breifschreibung.
- Intelligente Scan-Verwaltung: Integrierte OCR-Texterkennung im Hintergrund macht alle Scans im Freitext durchsuchbar, ohne Wartezeiten am arbeitsplatz zu verursachen.
RITA
RITA ist der Remote Input Tele Agent. Sie ist die sichere Lösung für die ortsunabhängige Erfassung von Patientendaten und bildet die perfekte Ergänzung zu EMIL-Plattform-Systemen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen verbleibt bei RITA der gesamte Eingabeprozess vollständig in Ihrem EMIL-System. Das Remote-Endgerät dient lediglich als Steuerung der Eingabe. Und das sind die Schlüssel-Features von RITA:
- Geräteunabhängig & Wartungsfrei: Die Anwendung ist auf Tablets und PCs aller Marken ohne aufwändige App-Installation direkt lauffähig und aktualisiert sich automatisch mit dem EMIL-System.
- Sofort einsatzbereit: Vorhandene und neue Assessments stehen ohne Programmieraufwand sofort mobil zur Verfügung.
- Maximale Datensicherheit: Da keine Daten auf den Endgeräten gespeichert werden, entsteht bei Verlust oder Diebstahl eines Tablets kein Datenschutzrisiko.
- Identische Logik: Alle Berechnungen und Prüfmechanismen sind exakt identisch zur lokalen Dateneingabe in EMIL.
- Kein Datenverlust: Die Zwischenspeicherung erfolgt direkt in EMIL, sodass die Eingabe bei einem Geräteausfall an jedem anderen Gerät fortgesetzt werden kann.
- Keine Schnittstellen: Fehleranfällige Übertragungen entfallen; die Daten stehen nach Freigabe sofort systemweit zur Verfügung.
- Individuelle Assessment-Pakete: Stellen Sie sich eigene Pakete aus verschiedenen Formularen zusammen. Diese können Sie vorab direkt in EMIL testen und anschließend mit wenigen Klicks für Ihre Patienten beauftragen.
Eine ausführliche Beschreibung mit Details finden Sie in der RITA-Dokumentation, ein Verwendungbeispiel mit aussagekräftigen Abbildungen hier.
FELIX
FELIX steht für Fast Efficient Live Interface eXtension und bietet flexible, besonders im klinischen Umfeld übliche Schnittstellenkanäle für eine optimale Integration des EMIL-Plattformsystems in das klinische Umfeld mit HL7 und FHIR Technologien.
- Zentrale Kommunikationsdrehscheibe: FELIX fungiert als hochperformanter Hintergrunddienst, der den vollautomatischen Datenaustausch zwischen medizinischen Subsystemen und der Hauptdatenbank steuert.
- Intelligente HL7-Verarbeitung: Nahtlose Anbindung an KIS- und Laborsysteme via HL7 (ADT/ORU) inklusive automatisierter Stammdatenaktualisierung und Befundzuordnung in nahezu Echtzeit.
- Automatisierter Dokumentenexport: Vollautomatische Übertragung freigegebener Befundbriefe und Dokumente an Archivsysteme oder KIS-Umgebungen mittels HL7 MDM als archivierbare PDF.
- Prozessüberwachung im Hintergrund: Erhöhte Systemstabilität durch einen dedizierten Windows-Dienst, der Datentransfers unabhängig von aktiven Benutzersitzungen zuverlässig und revisionssicher ausführt.
- Zukunftssicherheit: FHIR Server für die flexible Datenabfrage sowie FHIR Clients für den Datenabruf aus anderen FHIR Servern (in Entwicklung Release in 2026).
- Maximale Flexibilität: Integrierte Scriptsprache zur hochgradig individuellen Anpassung von Kommunikationskanälen und Workflows an spezifische Einrichtungsanforderungen.








